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Recht passend wählte Psion für die Pressekonferenz einen Raum im "Forum der Technik" nahe des Deutschen Museums in München. Hier präsentierte die PSION GmbH, allen voran Herr Hans Stadler (Geschäftsführer), und David Potter (Chairman Psion England) voller Stolz die vorerst nur in Deutschland auf den Markt kommende Serie 5mx Pro!
Die HardwareDie Serie 5mx Pro arbeitet mit einem doppelt so schnellem ARM 710T-Prozessor mit 36,864 MHz. Dies setzt der neue 5er von PSION auch direkt in eine schneller Abarbeitung der Befehle um und wirkt dadurch mindestens doppelt so schnell. Dies macht sich vor allem bei der Routenplanung und anderen rechenintensiven Aufgaben bemerkbar. Der S5mx Pro ist mit 24MB Arbeitsspeicher ausgestattet, die allerdings nicht zur vollen Verfügung stehen, denn bei diesem neuen Gerät wird das Betriebssystem von ca. 10MB komplett in den Arbeitsspeicher geladen. Es stehen also nur noch 14MB zum Speichern von Dokumenten und zum Ausführen von Programmen zur Verfügung. Um kompatibel zu vielen tausend Programmen zu sein, die für die Serie 5 entwickelt wurden, ist der Arbeitsspeicher mit dem Betriebssystem auch weiterhin unter dem Laufwerksbuchstaben Z abzurufen. Über ein ROM verfügt der Serie 5mx Pro überhaupt nicht mehr. Beim ersten Einschalten wird eine CompactFlash Karte mit einem ROM-Image in das CF-Laufwerk eingelegt und innerhalb von 1-2 Minuten werden alle Dateien in das virtuelle Laufwerk Z kopiert, das aus Sicherheitsgründen danach auch noch schreibgeschützt wird. Auch der Display hat eine wesentliche Verbesserung erfahren. Der Kontrast ist nun stärker, Spiegelungen wurden stark reduziert und auch die Hintergrundbeleuchtung liegt der, der Serie 5 um Meilen voraus. Durch die Addition dieser drei Merkmale entstand ein für den Benutzer wesentlich klareres Bild, was für das tägliche Arbeiten eigentlich unumgänglich war. Erreicht hat Psion diese Verbesserung angeblich durch das Wechseln des Zulieferers ihrer Displays bzw. der Touchscreen-Technologie. Bleibt nur die Frage, warum wurde nicht schon früher der Hersteller der Displays gewechselt.
Die SoftwareDie Software hat ebenfalls starke Veränderungen erfahren. Das Betriebssystem ist nun in der 5. Release Version und die in München gezeigten Geräte arbeiteten mit einer Build-Version von 265, wie der folgende ScreenShot zeigt. Bis zur endgültigen Serienfertigung kann sich dies aber sicherlich noch ändern.
Neben Verbesserungen der schon von der Serie 5 her bekannten Software, gilt es auch ein paar Neuigkeiten anzusprechen. Neu dabei ist die Kontaktdatenbank 'Kontakte' mit vordefinierten und festgelegten Feldern und ein Notizblock, der auch unter dem Namen 'Jotter' bekannt ist. Was allerdings wirklich revolutionär ist, ist die vollständige Implementierung einer Java Virtual Machine in der aktuellen Version 1.1.4! Damit ist es natürlich möglich im Webbrowser, der in seiner neuen Version 2.0 auch endlich Frames versteht und anzeigen kann, Java-Applets zu starten. Viel interessanter ist aber natürlich die Nutzung der bestehenden in Java geschriebenen Programme. Derzeit gibt es weltweit in etwa 800.000 Java-Entwickler. Agenda
Word
Kontakte
Notizblock 'Jotter'
Rechtschreibprüfung
Serie 5mx vs. Serie 5mx ProDie Serie 5mx Pro wird es vorerst nur in Deutschland zu kaufen geben. Die anderen Länder müssen sich mit der neuen Serie 5mx begnügen. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Geräten? Eigentlich nur ein ganz kleiner, aber entscheidender: ROM gegen RAM! Beim Serie 5mx wird wie bei seinem Vorgänger der Serie 5 das Betriebssystem fest in einen ROM-Baustein eingebrannt. Hier sind keine Änderungen möglich und wenn man eine neue Version des Betriebssystems installieren möchte, muß man den ROM-Chip austauschen. Da dieser aber in einem mobilen Gerät in der Regel fest eingelötet ist, wird dies zu einer umfangreicheren Freizeitbeschäftigung. Doch auch hier hat Psion vorgesorgt. Das ROM ist, zumindest bei der Serie 5, auf einem eigenen kleinen Bord festgelötet und auf dem Motherboard fixiert. Der Serie 5mx Pro dagegen geht einen anderen Weg. Er besitzt überhaupt keinen ROM-Baustein, dafür ein wenig mehr Arbeitsspeicher: 24MB statt 16MB! Das neue Betriebssystem benötigt allerdings von diesen 24MB ca. 10MB Speicherplatz, die in ein schreibgeschütztes virtuelles Laufwerk Z umgewandelt werden. Durch diese RAM-Variante können zukünftige Updates des Betriebssystems genauso einfach wie ein Reset durchgeführt werden. Ein Reset ist nämlich nötig um ein neues ROM-Image von der Compact Flash-Karte zu laden.
...was zum Schluß noch zu sagen bleibt:Weitere Berichte und Ergänzungen folgen in loser Reihenfolge. Nächste Woche erwarten wir bereits ein erstes Testgerät in unserer Redaktion. Dann können wir auch noch umfangreicher Testen und zum Beispiel die Geschwindigkeit genau mit der Serie 5 vergleichen.
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